Einige tolle kind und mehr Bilder:
Morning in Wonderland

Bild von h.koppdelaney
Morning in Wonderland
It took me many years to remember how I was playing as a child…
Now, the Golden Age is full of magic. It is still the same world but my view has changed.
The glasses I was looking through have changed.
Not coloured any more for example by pride and jealousy.
Now I see Wonderland.
The little white rabbit I have got I named Alice…
))
HKD
Falls Psychologie interessiert: Kindheit – Spielen – Motivationskraft B5 (Inneres Kind)
Follow the white Rabbit!…
Guten Morgen Alice! Alice ist das Synonym für das Land der Wunder. Sie ist die Bezeichnung für den Bewusstseinszustand des Kindes. Und auf der Ebene der Realität des Alltags ist es der Name meines weißen Zwergkaninchens.
Alice heißt: das Herz ist offen, staunend, verwundert und bezaubert. Die Welt ist verrückt und ich selbst bin es auch. Mein inneres Kind richtet seine Aufmerksamkeit auf Kreativität und Spiel, auf Schöpfung und Zerstörung. Alles steht im Einklang des Wechsels von Tag und Nacht, von Frühling und Herbst. Der Wandel wird wieder als natürlich empfunden und da das Kind im Augenblick lebt, ist die Angst vor der Veränderung in einer imaginierten Zukunft und ihrer Bedrohungen verschwunden.
Das erwachsene Kind kann frei werden und sein von erkannten Zwängen. Das kleine Kind in den meisten Fällen nicht. Kindheit bedeutet in der Regel Erziehung, Anpassung und Dienen Die Zwänge werden gemeistert durch die angepasste Rolle. Das Ego mit seiner Maske übernimmt die Führung durch die Wirren der Welt für eine lange Zeit, doch der Weg führt schließlich wieder in die Freiheit. Das schrittweise Freiwerden von den Strukturen der Anpassung macht die Ego-Rolle mehr und mehr überflüssig. Wonderland kommt zurück und sogar die weißen Kaninchen tauchen auf! Follow the white Rabbit!… Folge deinem Herzen!
HKD
Digital art based on own photography and textures
HKD
Meister Eckhart 750 Years

Bild von h.koppdelaney
Dedicated to Meister Eckhart and his teachings.
Meister Eckhart is one of the most important mystics of the Middle Ages.
Wikipedia:
Eckhart was one of the most influential 14th c. Christian Neoplatonists, and although technically a faithful Thomist (as a prominent member of the Dominican Order), Eckhart wrote on metaphysics and spiritual psychology, drawing extensively on mythic imagery, and was notable for his sermons communicating the metaphorical content of the gospels to laymen and clergy alike. Major German philosophers have been influenced by his work.
HKD
Ansichtssache
Thema Nr. 7
Was sind meine Ansichten über Mystik?
Ich könnte über Osho, Milarepa, Rumi oder Laotse sprechen, doch ich wähle aus den Reihen der mir wichtigen Mystiker Meister Eckhart, nicht nur, weil ich ihn sehr schätze, vielmehr weil sein Jubiläum in diesem Jahr das 750ste ist.
Die europäische Mystik des Mittelalters entspringt derselben Quelle wie die östliche: Aus der Erfahrung des Transzendenten heraus, das heißt, dass der alltägliche Bewusstseinszustand nur eine relative Wahrnehmungsbandbreite aufweist. Diese kann in Trance und ähnlichen Augenblicken aber auch in tiefer Meditation erweitert und erfahren werden.
Mystische Erfahrungen können im Fieber oder im Koma gemacht werden, bei Nahtod-Erlebnissen, durch die Einnahme psychedelischer Substanzen, oder im Mittelalter auch durch die Verwendung eines Mehls, dass von Korn gewonnen wurde, welches von einem Pilz befallen ist, dem sogenannten Mutterkorn, das eine psychedelische Wirkung hat.
Mich persönlich interessieren nicht die Umstände, durch die Meister Eckhart seine tiefen mystischen Einsichten gewonnen hat, ich bin fasziniert von der Klarheit, mit der er seine Erfahrungen in die ihm geläufige religiöse Bildsprache umsetzt.
Viele Menschen erfahren den mystischen Zustand, doch nur wenigen stehen ein Vokabular und die präzise Ausdrucksfähigkeit über die Sprache zur Verfügung.
Meister Eckhart nutzte ein religiöses und philosophisches Konzept, denn er war Dominikaner und war mit der Leitung eines und schließlich mehrer Klöster betraut.
Die religiöse Sprache, der Bezug auf Gott und Christus ist daher selbstverständlich. Doch Eckhart verlässt die gewohnte Bedeutung der Begrifflichkeit und mit ihr die Vorstellung einer göttlichen Vorherrschaft indem er Gott (das göttliche Prinzip) in den Menschen selbst verlegt und Ihn (es) nicht als fremde Autorität belässt, die über einen Stellvertreter auf Erden die Welt regiert.
Vater und Sohn sind eins. Und jeder Mensch ist ein Kind Gottes.
Aussagen wie diese und deren konsequent angewandten Schlussfolgerungen untergraben die kirchliche weltliche Macht und es wundert daher nicht, dass Eckhart mit der im vierizehnten Jahrhundert sehr aktiven Inquisition in Berührung kam.
Bevor sie ihn zu fassen bekam, verstarb er im Alter von 68 Jahren oder verschwand, denn die Umstände seines Todes deuten zwar auf eine schwere Krankheit, doch auch das kann fingiert worden sein. Jedenfalls fand der letzte Prozess (in Avignon, Frankreich) gegen ihn ohne ihn statt.
Über die Schriften des Schweizer Tiefenpsychologen C. G. Jung wurde ich auf Meister Eckhart aufmerksam denn Jung schätzte ihn sehr. Als gebildeter Wissenschaftler hatte er Zugang zu der für neuzeitliche Denker ungewohnten Symbolsprache.
Ich möchte nun ein paar Beispiele zitieren und diese aus meiner Sicht kommentieren.
Meister Eckhart:
"Ich habe schon manchmal gesagt, Gott erschaffe diese ganze Welt voll und ganz in diesem Nun. Alles, was Gott je vor sechstausend und mehr Jahren erschuf, als er die Welt machte, das erschafft Gott jetzt allzumal. Gott ist in allen Dingen."
(Deutsche Predigten und Traktate, Hanser, München 1985 S. 356)
Das heißt für mich: Die Genesis ist viel mehr als ein historischer Prozess, Genesis ist ein Akt des Augenblicks, des Hier und Jetzt.
Aufmerksamkeit und Wahrnehmung können sich auf diesen Akt der Schöpfung ausrichten. Anfangs erfuhr ich diese Wahrnehmung nur während tiefer Stille und Meditation. Jetzt bleibt sie mir auch im Alltag zunehmend länger stabil.
Als Ergänzung die Aussage eines neuzeitlichen Mystikers. Osho sagt:
"Om … Aahh! Das ist der eigentliche Anfang der Welt. Niemand hat sie erschaffen, so wie die Christen glauben. Sie glauben, Gott habe sie erschaffen. Gott hat nichts getan. Gott ist die Existenz selber, kein Schöpfer. Gott ist die Kreativität selbst, die alles durchringt. Gott erschafft auch heute noch, in diesem Augenblick." Osho, Aufzeichnungen eines Verrückten, Zürich, 1995, S. 65
Weiter mit Meister Eckhart:
"Der Vater gebiert seinen Sohn im Innersten der Seele und gebiert dich mit seinem eingeborenen Sohn als nicht geringer." (Deutsche Predigten und Traktate , ebenda S. 356)
Vergleiche:
Sankt Johannes sagt: "Ihr seid Kinder Gottes." (Joh. 4, 4)
Das bedeutet für mich: Das Bewusstsein (Vater) erzeugt die Welt wie einen Traum und Teil dieser erzeugten Welt bin ich (Sohn). Wie ich im Traum der gleichen Quelle (Bewusstsein) entspringe wie alle anderen Dinge, so bin ich eins mit den Dingen und mit dem Erzeuger (Vater). Der Lebenstraum mit all seinen Inhalten ist Ausdruck des Schöpfers und des schöpferischen Prozesses. Vater und Sohn sind eins. Alle Dinge bestehen aus Energie, aus Information oder Bewusstsein. Gott und Bewusstsein sind für mich analoge Begriffe.
Meister Eckhart:
"Sprich das Wort, sprich es heraus, sprich es herfür, bring es herfür, gebier das Wort! Sprich es heraus, das heißt, daß du dessen inne werden sollst, was in dir ist." Meister Eckehart, (Deutsche Predigten und Traktate, ebenda S. 356)
Für mich ist das die Aufforderung „nur“ gefühlsmäßige Gewissheit in intellektuelles Wissen zu verwandeln. Die Ausbildung des Intellekts erscheint mir für die Selbsterkenntnis unabdingbar. Welche Konzepte man für diesen Vorgang nutzt ist eine Frage der kulturellen Umgebung. Kinder fühlen sich und sind ganz sie selbst, doch sie haben noch keine Selbsterkenntnis, keine Worte. Erst wenn die Frage nach dem: „Wer bin ich?“ zufriedenstellend beantwortet ist, tritt zur gefühlten Gewissheit auch die intellektuelle hinzu. Auf diese Weise lösen sich Zweifel auf.
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